Wohnungsmarktstudie für die Stadt Frechen
Der Schwerpunkt der wohnbaulichen Entwicklung vollzieht sich z.Z. in den Stadtteilen Königsdorf und Grube Carl. In diesem ist die Entwicklung eines neuen Stadtteiles konzeptionell beschlossen.
Der Stadtteil Grube Carl soll auf Grundlage einer 1997 beschlossenen und 2001 fortgeschriebenen integrierten Stadtteilentwicklungsplanung entwickelt werden. Kern und zukünftiges Stadtteilzentrum sind die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Brikettfabrik ‚Grube Carl', die in den letzten Jahren bereits Zug um Zug einer hochwertigen Wohnfolgenutzung mit entsprechenden kleineren Einzelhandelsnutzungen und Dienstleistungsangeboten zugeführt wurden. Die Vermarktung dieser Nachfolgenutzung ist bis zuletzt zügig verlaufen. Parallel hierzu hat sich im direkten Umfeld der ehemaligen Brikettfabrik ein Wohngebiet mit niedrig- und teilweise mittelpreisiger Bebauung auf kleinen Grundstücken entwickelt.
Demografische Entwicklung
Im Rahmen der anstehenden wohnbaulichen Weiterentwicklung der Stadt Frechen im Zusammenhang mit der überall diskutierten demographischen Entwicklung stellt sich nunmehr die Frage, ob sich die Stadt Frechen mittel- bis langfristig auf einen Rückgang der Nachfrage einstellen muss oder ob mit einer weiter steigenden Nachfrage zu rechnen ist.
Die Versorgung einkommensschwächerer Haushalte mit Wohnraum ist ein weiteres wichtiges kommunales Handlungsfeld. Vor dem Hintergrund des sukzessiven Herausfallens von Bestandswohnungen aus der Sozialbindung in Frechen in den nächsten Jahren stellt sich die Frage, ob aktuell und in Zukunft eine quantitativ und qualitativ ausreichende Versorgung der Frechener Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum gewährleistet ist.
Gleichzeitig werden die Senioren durch den demographischen Wandel zu einer immer wichtigeren Zielgruppe kommunaler Planung. Deren veränderten Wohn- und Versorgungsbedürfnisse erfordern neue Maßnahme und Angebote.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Aufgabe, im Rahmen einer Wohnungsmarktstudie die zukünftigen Entwicklungslinien unter Berücksichtigung der vergangenen und zukünftigen Trends der Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnimmobilienmarktentwicklung in Frechen (im Vergleich zu Köln und den übrigen Kommunen des Rhein-Erft-Kreises) sowie entsprechend der Nachfragepräferenzen auf dem Wohnungsmarkt abzuschätzen und auf dieser Basis politische Handlungsempfehlungen für die einzelnen Teilbereiche des Wohnungsmarktes zu geben.
Das mit der Erarbeitung der Studie beauftragte Pestel Institut, Hannover, hat in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauleitplanung am 18.11.2008 die Ergebnisse der Situationsanalyse zur
- Bevölkerungs-, Haushalts- und Wohnungsmarktentwicklung
- Beschäftigungsentwicklung und
- Wohnungsnachfrage
vorgestellt.
Grundlage weiterer Fachplanung
Auf Grund ihrer geographischen Lage, der starken Stellung als Arbeitsplatzzentrum und der positiven Arbeitsplatzentwicklung (Einpendlerüberschuss) weist gerade die Stadt Frechen größere Entwicklungsspielräume auf, als die meisten Städte und Gemeinden in der Region. Deshalb ist bei der Erarbeitung der Modellrechnungen eine enge Abstimmung zwischen Verwaltung, Politik und Auftragnehmer erforderlich.
Zu diesem Zweck wird die Erarbeitung der Studie von einem Arbeitskreis, bestehend aus Mitgliedern der Politik und der Verwaltung begleitet. Dieser Arbeitskreis hat u.a. die Aufgabe, die für die Szenarien/Modellrechnungen benötigten Prämissen, mit deren Hilfe das Prognoseergebnis berechnet wird, zu definieren. Hierbei ist vor allem herauszuarbeiten, inwieweit die verschiedenen Szenarien ‚aktives' Handeln der Stadt erfordern und wo Ansatzpunkte zum Handeln zu sehen sind. Ziel ist es somit, eine Übereinstimmung in den Erwartungen und Zielen der künftigen Entwicklung zu erreichen.
Auf Grundlage des Endberichtes zur "Erstellung einer Wohnungsmarktuntersuchung für die Stadt Frechen" beraten der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauleitplanung am 17. Juni 2010 und der Rat der Stadt Frechen am 13. Juli 2010 abschließend das Ergebnis und die sich hieraus ergebenden Handlungsempfehlungen. Die Beschlussvorlage und den Endbericht finden in den als Download zur Verfügung gestellten Dateien.
Im Rahmen der verwaltungsinternen Abstimmung sollen die so erarbeiteten Modellrechnungen Grundlage weiterer Fachplanungen sein.
Kontakt:



