Feuerwehr Frechen mit modernster Feuer- und Rettungswache

Bürgermeisterin Susanne Stupp unterzeichnet den Vertrag zur Übernahme der neuen Feuer- und Rettungswache Frechen. Pressevertreter begleiten den Termin.

Neubau der Feuer- und Rettungswache – Vertragliche Übernahme

Den Start für den Neubau der Frechener Feuer- und Rettungswache markiert die gemeinsame Vertragsunterzeichnung der Stadt Frechen mit der Firma Ed. Züblin im Dezember 2015. Im Januar 2016 begannen schon die vorbereitenden Arbeiten auf der Baustelle an der Lindenstraße 112, dem Standort der neuen Wache. Das Grundstück liegt zwischen der Lindenstraße im Westen, der Kapellenstraße im Osten, der Krankenhausstraße im Norden und dem Frechener Gymnasium im Süden. Im April 2016 begannen die Rohbauarbeiten, deren Beginn mit einer feierlichen Grundsteinlegung von Bürgermeisterin Susanne Stupp vollzogen wurde.

 

Die nun fertig errichtete Rettungs- und Feuerwehrwache besteht aus drei durch Treppenhäuser getrennte Gebäudekomplexe mit höhenversetzt angeordneten Geschossen. In der neuen Wache sind nun drei Funktionsbereiche eingerichtet: Feuerwehr, Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr.

 

Im westlichen Bereich befinden sich der Rettungsdienst und das moderne Hygienezentrum. Im zentralen Bereich ist die Feuerwehr mit Werkstätten, Ruheräumen, der Verwaltung und weiteren Abteilungen untergebracht. Im östlichen Bereich befindet sich die Freiwillige Feuerwehr. Am östlichen Ende des neuen, hochmodernen Feuerwehrbereichs schließen nach Süden die Atemschutzwerkstatt und die Räume für die chemische Schutzausrüstung an.

 

Das gesamte Grundstück der neuen Feuer- und Rettungswache hat eine Größe von zirka 20.000 Quadratmetern. Das gesamte Gebäude hat eine Grundfläche von zirka 8.800 Quadratmetern. Die Bruttogeschossfläche beträgt zirka 9.850 Quadratmeter und umfasst einen Bruttorauminhalt von zirka 48.300 Kubikmetern. Die Projektkosten belaufen sich nach aktueller Angabe (Kosten laut Plan) auf 24.750.000 Euro.

 

Zur Baumaßnahme gehörten in den vergangenen Monaten das Herrichten und die Erschließung des Grundstücks, die Technischen Anlagen, die Außenanlagen und - in Teilen - die Ausstattung.

Dem Neubau der Feuer- und Rettungswache gingen intensive Planungsphasen voraus. Im Detail befassten sich die Fachleute aus Stadtverwaltung und Feuerwehr Frechen mit den Ursprungsplanungen, den Optimierungen im Planungsprozess und den vielfältigen Verbesserungen mit Blick auf die Arbeit der Feuerwehrleute und den Einsatzdienst. In der neuen Feuer- und Rettungswache in direkter Nachbarschaft zum Frechener Krankenhaus wird – wie erwähnt - Platz für die Freiwillige Feuerwehr, die Hauptamtliche Wache, den Rettungsdienst und das Desinfektions- und Hygienezentrum sein. In diese Bündelung der bisherigen dezentralen Standorte ist auch der Verwaltungsbereich der Feuerwehr gefasst. So werden auch die Fachdienstleitung und die Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter im Neubau zukünftig ihre Arbeit erledigen können.

 

In der neuen Wache sind beispielsweise auch die beiden wichtigen Aspekte der Barrierefreiheit und der energetischen Versorgung bis ins Detail berücksichtigt. Zum Neubau gehören ein modernes Blockheizkraftwerk und eine große Zisterne. Für den Neubau wurde ein eigenes Energiekonzept erarbeitet, das den Anforderungen der zukünftigen Gebäudenutzung gerecht wird.

Der Neubau der Feuer- und Rettungswache ist erforderlich, um den neuen An- und Herausforderungen des Einsatzdienstes gerecht zu werden. Ein praktisches Beispiel: Früher gab es in der Stadt nur einen Rettungswagen. Mit diesem wurden seinerzeit durchschnittlich sieben Fahrten in einem Zeitraum von 24 Stunden erledigt. Mit dem Wachstum der Stadt und den gestiegenen Anforderungen existiert nun eine völlig andere Situation. Zukünftig sind vier  Rettungswagen im Einsatz. Und jedes dieser Fahrzeuge ist mit dem entsprechenden Rettungspersonal bei mindestens sieben Fahrten bzw. Rettungseinsätzen eingesetzt.

Der Neubau der Feuer- und Rettungswache ist das umfangreichste und teuerste Projekt in der neueren Geschichte der Stadt Frechen. Durch die Planungen und den Neubau des Objektes haben sich die Verantwortlichen bei der Stadt viel neues Wissen erarbeitet. „Wenn es für alles eine Norm gibt, für den Bau einer Feuer- und Rettungswache dieser Größenordnung gibt es eben keine. Das musste hier in Frechen alles hart erarbeitet werden“, wissen die Verantwortlichen bei der Stadt und der Firma Züblin. Von diesem neuen Wissen und den vielen praktischen Erfahrungen profitieren zwischenzeitlich auch andere Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis, die ebenfalls vor vielen neuen Herausforderungen stehen. Die Planungs- und Bauverantwortlichen wurden bereits vielfach um Rat gefragt. „Das Wirken der Projektverantwortlichen aus der Stadtverwaltung und dem Unternehmen Züblin hat sich über die Stadtgrenzen hinaus positiv herumgesprochen“, lobt Bürgermeisterin Susanne Stupp.

 

Nach den üblichen Bauabnahmen ist jetzt die vertragliche Übernahme bzw. die Schlüsselübernahme durch die Stadt Frechen erfolgt. In den kommenden Monaten erfolgt der sukzessive Umzug der bisherigen Wachen aus Frechen und Königsdorf. Die abschließende Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2018.