Baustellenbesuch: Neubau der Feuer- und Rettungswache

Baustellenbesuch: Neubau der Feuer- und Rettungswache an der Lindenstraße 112

Ein überaus großes Interesse und viel fachkundiges Wissen brachte der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels jetzt zu einem Vor-Ort-Besuch auf die Baustelle der neuen Frechener Feuer- und Rettungswache mit. Auf dem Bauplatz an der Lindenstraße 112 informierten der Frechener Projektleiter Markus Moeck sowie der Fachberater Dirk Jansen über die Planungen und den Fortgang der Arbeiten. Peter Spelsberg, Oberbauleiter des Generalunternehmens Züblin, begleitete die gemeinsame Führung mit Bürgermeisterin Susanne Stupp.

Dem Neubau der Feuer- und Rettungswache gingen intensive Planungsphasen voraus. Im Detail informierten die mit dem Bau befassten Fachleute über die Ursprungsplanungen, die Optimierungen im Planungsprozess und die vielfältigen Verbesserungen mit Blick auf die Arbeit der Feuerwehrleute und den Einsatzdienst.

In der neuen Feuer- und Rettungswache in direkter Nachbarschaft zum Frechener Krankenhaus wird Platz für die Freiwillige Feuerwehr, die Hauptamtliche Wache, den Rettungsdienst und das Desinfektions- und Hygienezentrum sein. In diese Bündelung der bisherigen dezentralen Standorte ist auch der Verwaltungsbereich der Feuerwehr gefasst. So werden auch die Fachdienstleitung und die Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter im Neubau ihre Arbeit erledigen können.

In der neuen Wache werden beispielsweise auch die beiden wichtigen Aspekte der Barrierefreiheit und der energetischen Versorgung bis ins Detail berücksichtigt. Zum Neubau gehören beispielsweise ein modernes Blockheizkraftwerk und eine große Zisterne. Für den Neubau wurde ein eigenes Energiekonzept erarbeitet, das den Anforderungen der zukünftigen Gebäudenutzung gerecht wird.

Der Neubau der Feuer- und Rettungswache ist erforderlich, um den neuen An- und Herausforderungen des Einsatzdienstes gerecht zu werden. Dirk Jansen machte anhand einiger praktischer Beispiele fest, warum es die Entscheidung für den Neubau brauchte: Früher gab es in der Stadt beispielsweise nur einen Rettungswagen. Mit diesem wurden seinerzeit durchschnittlich sieben Fahrten in einem Zeitraum von 24 Stunden erledigt. Mit dem Wachstum der Stadt und den gestiegenen Anforderungen existiert nun eine völlig andere Situation. Heute sind drei Rettungswagen im Einsatz. Und jedes dieser Fahrzeuge wird heute mit dem entsprechenden Rettungspersonal bei mindestens sieben Fahrten bzw. Rettungseinsätzen eingesetzt. Demnächst wird noch ein viertes Fahrzeug hinzugekommen.

Der Neubau der Feuer- und Rettungswache ist das umfangreichste und teuerste Projekt in der neueren Geschichte der Stadt Frechen. Durch die Planungen und den Neubau des Objektes haben sich die Verantwortlichen bei der Stadt viel neues Wissen erarbeitet. „Wenn es für alles eine Norm gibt, für den Bau einer Feuer- und Rettungswache dieser Größenordnung gibt es eben keine. Das musste hier in Frechen alles hart erarbeitet werden“, heißt es auf der Baustelle. Von diesem neuen Wissen und den vielen praktischen Erfahrungen profitieren zwischenzeitlich auch andere Feuerwehren im Rhein-Erft-Kreis, die ebenfalls vor vielen neuen Herausforderungen stehen.



Die Planungs- und Bauverantwortlichen wurden bereits vielfach um Rat gefragt. Bürgermeisterin Susanne Stupp machte bei der Baustellenbesichtigung mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Kippels kein Geheimnis daraus, dass sie darauf „besonders stolz“ ist. Das Wirken der Projektverantwortlichen aus der Stadtverwaltung und dem Unternehmen Züblin hat sich über die Stadtgrenzen hinaus positiv herumgesprochen.

Die Fertigstellung und Übergabe der neuen Feuer- und Rettungswache wird im August 2017 sein. Danach erfolgen die Inbetriebnahme und der Umzug der bisherigen Wachen. Die abschließende Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2018.