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Stadt Frechen

Das Schicksal der Madonna aus dem Königsdorfer Klosterwalde. Ein Beitrag zur Provenienz der Sechtemer Madonna zu Anfang des 19. Jahrhunderts

Die Dokumentation berichtet über das Schicksal einer bedeutenden mittelalterlichen Madonnenstatue, die von Kunsthistorikern dem Umfeld der Bildwerke am Hochaltar des Kölner Domes zugeordnet wird. Die Skulptur steht seit fast 200 Jahren in der Katholischen Pfarrkirche von Bornheim-Sechtem.

Im Königsdorfer Umfeld ist sie als „Madonna aus dem Walde“ bekannt. Woher stammt die Marienstatue? Welche Beziehungen bestehen zu Königsdorf? Wie kam die Madonna nach Sechtem? Die Suche nach einer Antwort führt in den Bereich einer Legende von einem Fund der Skulptur in einem hohlen Baum des Königsdorfer Waldes.

Sie avancierte zum Altarschmuck des ehemaligen Benediktinerinnenklosters in Königsdorf an der Aachener Straße. Mit der Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen und der Säkularisation des Klosters verliert sich ihre Spur für ein Vierteljahrhundert, bis 1826 ein Dokument auftaucht. Hiernach soll die letzte Äbtissin des Klosters die Madonna 1803 einem Bedienstetenpaar geschenkt haben. Das Paar habe die Statue erst 1826 durch Vermittlung ihres Beichtvaters an den Sechtemer Pfarrer übergeben. Es ist eine Schenkungsurkunde, die in Form und Inhalt nur Fragen aufwirft, ein Aktenzeichen ungelöst aus einer unruhigen Zeit vor 200 Jahren.

Die Dokumentation versucht, die Fragen, die sich bei einer kritischen Durchsicht der Urkunde aufdrängen, aufzulisten. Dazu werden nicht zuletzt am Beispiel des Kölner Sammlers Ferdinand Franz Wallraf die Zeitumstände geschildert, in denen Kunstgegenstände aus hunderten von aufgelösten Klöstern im ehemals Heiligen Köln auf verschlungenen Wegen ihre neuen privaten, kommunalen und kirchlichen Eigentümer fanden. Unberührt von ihrer unklaren Herkunft steht die Madonna als „Sechtemer Madonna“ seit 200 Jahren an würdiger Stelle in der Sechtemer Pfarrkirche.

Die Dokumentation steht ab sofort zum kostenlosen Herunterladen für den privaten Gebrauch unter: https://www.stadtarchiv-frechen.de/stadtgeschichte/veroeffentlichungen/schriften zur Verfügung.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Paul Stelkens

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