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Stadt Frechen

„Kein Tag ist wie der Andere“ - Aus dem Arbeitsleben von drei Erzieherinnen

Kreativität und Engagement sind gefragt, wenn Frau oder Mann als staatliche anerkannte Erzieherin oder Erzieher in einer der zwölf Kindertagesstätten der Stadt Frechen arbeitet. Gaby Buir und Annika Rasmussen aus der Kita Knöpfchenhaus sowie Gina Nikolin aus der Kita Severinchen berichten aus ihrem Arbeitsleben.

In den städtischen Kindertageseinrichtungen werden Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung betreut, gefördert und gebildet. Die Kindertagesstätten entwickeln ihre pädagogische Arbeit kontinuierlich weiter, verfügen über einen angemessenen Fortbildungsetat für ihre Mitarbeitenden und sind gut ausgestattet. Fünf Kitas haben sich zu Familienzentren weiterentwickelt und unterstützen Familien auf vielfältige Art.

Für Gaby Buir stellt ihr Beruf als Erzieherin auch eine Berufung dar.

Für Gaby Buir stellt ihr Beruf auch eine Berufung dar. Sie machte ihr Fachabitur nach zwölf Schuljahren und startete statt eines Studiums die Ausbildung im Jahr 1991 zur staatlich anerkannten Erzieherin. Ein Schulpraktikum hatte sie auf ihren Berufswunsch gebracht. Gaby Buir stammt eigentlich aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Nach einer Erziehungspause für die eigenen Kinder begann sie im Jahr 2006 in Teilzeit ihre Karriere bei der Stadt Frechen. Im Jahr 2009 wechselte sie in die Bachemer Kita Knöpfchenhaus.

Annika Rasmussen entdeckte ihre Neigung und Begeisterung für den Beruf als Babysitterin im Teenageralter.

Annika Rasmussen entdeckte ihre Neigung und Begeisterung für den Beruf als Babysitterin im Teenageralter und kam im August 2001 nach der Ausbildung in Berlin nach Frechen. Im Januar 2002 setzte sie ihre Karriere in der Kita Knöpfchenhaus fort. „Mich motiviert, dass der Beruf so abwechslungsreich ist. Kein Tag ist wie der Andere“, so Annika Rasmussen.

Relativ frisch im Beruf ist die 27-jährige Gina Nikolin, die eigentlich zur Polizei gehen wollte oder sich eine Karriere im Profifußball vorstellen konnte.

Relativ frisch im Beruf ist die 27-jährige Gina Nikolin, die eigentlich zur Polizei gehen wollte oder sich eine Karriere im Profifußball vorstellen konnte. Ein Praktikum in der elften Jahrgangsstufe ebnete ihr den Weg zum Beruf als staatlich anerkannte Erzieherin. Über ihren Arbeitsplatz in der Kita Severinchen sagt sie: „Das Team ist harmonisch und ich fühle mich mit noch nicht so viel Erfahrung gut aufgenommen.“ Auch von ihr als jüngere Kollegin holten sich die Älteren schon mal Tipps. Denn zusammen werde entschieden, was das individuelle Beste für ein Kind sei. „Jeder ist anders, keiner ist gleich.“

Auch Gaby Buir stellt fest: „Jedes Kind soll sich entfalten können.“ Individuelle Fähigkeiten der Mitarbeitenden sind im Job gefragt und können gerne eingebracht werden. Annika Rasmussen spielt auf ihrer Gitarre oder Ukulele den Kindern vor, Gina Nikolin tritt als Fußballerin mit den Kindern gerne gegen den Ball. Dabei ist es auch wichtig, dass die Kinder in den Einrichtungen die Erzieherinnen sowohl als Respektpersonen betrachten, aber auch sich offen aussprechen können, wenn es als Kind mal Trost braucht. „Wir sind Mütter für alles“, meint Gina Nikolin. Die Erzieherinnen sollten den Kindern ein Gefühl des „Angenommenseins“ vermitteln.

Was hat sich in den vergangenen Jahren in dem Beruf verändert? Gaby Buir berichtet: „Die Anforderungen der Eltern haben sich geändert. Sie machen sich mehr Gedanken. Die Kinder sollen nicht nur verwahrt werden.“ Wochenpläne machen die Arbeit der Erzieherinnen den Eltern gegenüber transparent. Der sogenannte „Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter“ ermöglicht die Überprüfung des Entwicklungsstandes von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in den Bereichen Sprache, kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz sowie Grob- und Feinmotorik. Durch ihn lässt sich schnell ein eventueller Förderbedarf ermitteln. Der Elternsprechtag dient Erziehenden und Eltern zum Austausch über den Stand der Entwicklung des jeweiligen Kindes. Erzieherinnen und Erzieher stehen vor vielfältigen Aufgaben und haben einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Sie beobachten die Kinder, planen Projekte, lösen Konflikte und vermitteln Werte. Die Kinder sollen in einer Atmosphäre des Miteinanders aufwachsen. Dazu gehöre auch, gemeinsam am Tisch mit Messer und Gabel zu essen.

Alle drei Erzieherinnen können sich gut vorstellen und würden es auch begrüßen, wenn Männer zu ihren Kollegen werden. Gerade junge männliche Praktikanten werden von den Kindern, auch besonders von den „Jungs“, geschätzt. „Männer können auch total sensibel auf Kinder eingehen“, so Gina Nikolin.

Besonders begeistert sind Buir, Nikolin und Rasmussen von den Möglichkeiten der Weiterbildung durch ihren Arbeitgeber, die Stadt Frechen. Gaby Buir fasst zusammen: „Ich habe mich echt weiterentwickelt. Da fühlt man sich sehr getragen vom Arbeitgeber, auch in Corona-Zeiten.“

Bei Fragen von Interessierten für eine Tätigkeit in einer Kindertagesstätte der Stadt Frechen stehen Milena Ait Haddi unter Telefon 02234/ 501-1524 und Nele Richter unter Telefon 02234/ 501-1211 zur Verfügung.

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