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Stadt Frechen

Mehr als 20 Einrichtungen bereits beprobt

Bei den gesetzlich vorgeschriebenen Routineüberprüfungen stellte ein von der Stadt Frechen beauftragtes Prüflabor eine erhöhte Legionellenkonzentration im Wasser der Dreifeldhalle Herbertskaul fest. Aufgrund erhöhter Legionellenwerte hat die Stadt nun die Nassbereiche in der Halle gesperrt.

Die Nutzung der Sportfläche bleibt jedoch uneingeschränkt möglich. Zudem steht jeweils eine Toilettenanlage für die Sportlerinnen und eine für die Sportler im Eingangsbereich der Halle zur Verfügung. Die Dreifeldhalle wird von Frechener Sportvereinen nach Bedarf in den Sommerferien für Trainingszwecke genutzt.

Vereinsverantwortliche in Frechen, die mit ihren Mannschaften und Aktiven die Dreifeldhalle in den Ferien angemeldet nutzen, wurden von der Stadtverwaltung unmittelbar nach Bekanntwerden über die Einschränkung informiert. Die nicht zu nutzenden Nassbereiche sind durch entsprechende Hinweise gekennzeichnet.

Die Stadt Frechen hat neben der Dreifeldhalle in den Sommerferien noch weitere Sporthallen für den Trainingsbetrieb von Frechener Vereinen geöffnet. In Betrieb sind neben der Halle im Sportpark Herbertskaul zudem die Dreifachhalle und die Turnhalle sowie die Gymnastikhalle am Gymnasium im Frechener Zentrum, die Gerhard-Berger-Halle im Stadtteil Königsdorf und die Willi-Giesen-Halle im Stadtteil Habbelrath.

Aktuell liegen trotz erfolgter regelmäßiger Spülung die erhöhten Messwerte in der Dreifeldhalle Herbertskaul in der Umkleide 1 bei 600 KBE pro 100 Milliliter Trinkwasser und in der Umkleide 6 bei 2500 KBE. Die Trinkwasserverordnung legt den Grenzwert von Legionellen im Trinkwasser bei 100 KBE pro 100 Milliliter (ml) fest. Die Maßeinheit KBE ist die Abkürzung für „koloniebildende Einheit“. Mit KBE wird die Anzahl von Mikroorganismen angegeben.

Wenn auch die Sperrung erst ab einem Wert von 10 000 KBE pro 100 ml gesetzlich vorgeschrieben ist, hat die Stadtverwaltung entschieden, bereits jetzt eine Sperrung der betroffenen Bereiche durchzuführen, um eine Gefährdung auszuschließen.

Die Stadtverwaltung steht im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises. Als Sofortmaßnahmen wurde die Wassertemperatur erhöht, um die Bakterien abzutöten und die Leitungen der Dreifeldhalle werden nun täglich mehrfach gespült. Die Stadt wird nun durch hygienisch-technische Sachverständige eine Gefährdungsbeurteilung für die Situation in der Dreifeldhalle erstellen lassen. Parallel hierzu sollen Maßnahmen entwickelt werden, um auch zukünftig einen längerfristigen störungsfreien Betrieb sicher zu stellen.

Das von der Stadt Frechen beauftragte zertifizierte Prüflabor wird im laufenden Prozess der Problembehebung regelmäßig Proben entnehmen und die Legionellenkonzentration gezielt überwachen. Im aktuellen Fall wird es für die Dreifeldhalle voraussichtlich 10 bis 14 Tage dauern, bis die Laborkulturen herangezogen und ein schlüssiges Messergebnis möglich ist.

Bleibt die Legionellenkonzentration nach der ersten intensiven Leitungsspülung erhöht, werden nach bisherigen Erkenntnissen weitere technische Maßnahmen nicht ausgeschlossen.
Insgesamt wurden im aktuellen Prüfverfahren bereits mehr als 20 Objekte der Stadt Frechen überprüft. In den allermeisten Einrichtungen liegt der Wert der Legionellenkonzentration unter den gesetzlichen Grenzwerten. Maßnahmen zur Reduzierung der Werte sind noch in der Sporthalle der Realschule erforderlich, die in den Sommerferien jedoch nicht genutzt wird. In der Halle liegt der Wert in der so genannten Waschrinne (großes Handwaschbecken) bei 1300 KBE pro 100 ml Trinkwasser. In der Kita Rasselbande wurde an einem Spülbecken der Wert von 1200 KBE pro 100 Milliliter Trinkwasser gemessen. Auch hier sind die entsprechenden Maßnahmen zur Senkung der Werte bereits eingeleitet.

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Bildnachweise

  • Stadt Frechen, Thorsten Friedmann
  • Stadt Frechen, Thorsten Friedmann

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