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Historisches

Im Bestattungswesen, als wichtiger Teil der Kultur einer jeden Gesellschaft, spiegeln sich doch mehr Fürsorge, Gemeinsinn und Liebe wider, als mancher glauben mag. Der Umgang mit dem Tod, die Fürsorge „danach", stellen sich als gesellschaftliche, soziale und auch kulturelle Erhaltung von Werten dar.

Bei der Entwicklung der Begräbnissitten, insbesondere hier im Rheinland, sind in der jüngeren Geschichte einige Veränderungen festzustellen.

Überlieferungen um Tod und Begräbnis zeigen, dass der Tod bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein öffentliches Ereignis war, das die Alltagswirklichkeit einer ganzen Gemeinde betraf. Lag ein Familienmitglied im Sterben, füllte sich das Haus mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn, um den Sterbenden zu ehren und persönlich von ihm Abschied zu nehmen.

Nach dem Tode lud ein sogenannter Todansager die gesamte Gemeinschaft zur Totenwache, zum Begräbnis und zur Seelenmesse ein.

Die Totenwache begann mit der festlichen Einkleidung des Verstorbenen zum Begräbnis. Danach wurde der Leichnam im Haus aufgebahrt, und zwar nach alter Tradition auf einem Strohlager.

Dem Gedenken an den Toten sowie der Fürbitte für sein jenseitiges Leben galt das Seelenamt, das vor dem Begräbnis abgehalten wurde. Die Beerdigung erfolgte vom Haus des Verstorbenen. Die Leiche wurde nochmals vor dem Haus aufgebahrt und vom Pfarrer eingesegnet.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Nachbarn in einer Gastwirtschaft, um dort zu frühstücken. Hierzu hatte ein Bäcker „Beerdigungskuchen", meistens Streuselkuchen, geliefert. Dazu gab es Kaffee. Frauen aus der Nachbarschaft bedienten die Gäste, denen nachher auch noch ein Bier mit Korn spendiert wurde. Um die Mittagszeit gingen die Angehörigen der Trauerfamilie mit ihren Verwandten nach Hause, um dort das Mittagsmahl einzunehmen. Das war auch für die Nachbarn das Zeichen zum Aufbruch; bis auf die Unentwegten, die auf eigene Kosten „das Fell versoffen"; dieser Brauch hat sich bis zum heutigen Tage erhalten.

Heute findet der Gottesdienst vor oder auch nach der Beisetzung statt. In den meisten Fällen wird in der Trauerhalle auf dem Friedhof nochmals eine Trauer- oder Aussegnungsfeier abgehalten; anschließend erfolgt von dort aus die Beisetzung. Diese Trauerfeier kann aber auch direkt am offenen Grabe stattfinden.

Hierzulande ist die am weitesten verbreitete und bekannteste Form der Bestattung die Erdbestattung. Vor über 120 Jahren wurde in Gotha / Thüringen das erste Krematorium gebaut und damit eine „neue" Bestattungsform eingeführt. Andere Städte folgten diesem Beispiel nur zögernd. Erst im zwanzigsten Jahrhundert, etwa um die Zeit des 1. Weltkrieges, begann man die Verbrennung der Toten bewusst zu fördern. Inflation und Ebbe in den kommunalen Kassen, aber auch beim Bürger, ließen die Einsicht wachsen, dass mit der Urnenbeisetzung eine bessere Begräbnisform gegeben ist. Seither hat sich die Zahl der Feuerbestattungen bis zum heutigen Tage ständig erhöht. Der heutige Durchschnitt liegt im Bundesgebiet bei über 30 %, ist aber entsprechend der konfessionellen Aufteilung in den Ländern und Gemeinden sehr unterschiedlich. In Frechen macht der Anteil der Urnenbeisetzungen bereits fast 70 % aus.

Sarg- und Urnenbeisetzungen sind gesetzlich gleichgestellt. Daher findet man auf allen städtischen Friedhöfen diese beiden Formen der Bestattung. Die Stadt Frechen legt besonderen Wert darauf, dass alle Formen der Bestattung im gleichen, würdigen Rahmen durchgeführt werden.

Bei der Wahl des Grabes bestehen allerdings hinsichtlich des Preises Unterschiede. So wird zum Beispiel grundsätzlich zwischen einer Reihen- und einer Wahlgrabstelle unterschieden.


 

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