"Der Klingelpütz" - Neue Informationstafel enthüllt

Zur Enthüllung einer neuen Informationstafel kamen jetzt im Königsdorfer Wald Bürgermeister Hans-Willi Meier, Mitarbeiter des Frechener Stadtarchivs, Mitglieder des Fördervereins „Freunde und Förderer des Frechener Stadtarchivs“, der Dorfgemeinschaft Kleinkönigsdorf und des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft zusammen. Gemeinsam enthüllten sie eine neue Informationstafel, auf der die Geschichte des „Klingelpütz“ im Königsdorfer Wald erzählt wird. Die neue Informationstafel basiert auf einer Initiative von Walter Meyer. Bei der Umsetzung handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtarchivs, des Fördervereins, der Dorfgemeinschaft und des Regionalforstamtes.
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | alle Bilder
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | alle Bilder
 
 

Klingelpütz

Ein Auzug aus dem Infotafeltext

Wer als Kölner diesen Namen hört, denkt zunächst an eine Strafvollzugsanstalt, die den gleichen Namen trägt. Bei dem Wort "Pütz" haben beide, der Kölner und der Kleinkönigsdorfer "Kiingelpütz" den gleichen Ursprung. Pütz leitet sich von dem lateinischen Wort puteus ab und bedeutet Brunnen. Dieser Ausdruck hat sich im kölschen Sprachgebrauch bis heute erhalten.
Der Heimatforscher Rudolf Niemann leitet das Wort "Klingel" von dem altdeutschen Wort "klinke" her, was er mit einer Erhebung in der Ebene erklärt. Folglich, so Niemann, "ist Klingelpütz ein Gewässer auf einer Anhöhe". Eine weitere Erklärung des Wortes "Klingel" lässt sich in GeographieLexika finden: "Ein kurzes, schmales, jedoch gefällstarkes Tälchen ohne Talboden". Bezogen auf Gegebenheiten vor Ort könnten beide Definitionen stimmen.
Das Quellgebiet war schon den Römern bekannt. Die sonst gerade verlaufende Römerstraße (Via Belgica), die von Köln über Jülich, Maastricht nach Boulogne-sur-Mer an der Kanalküste führte, hat an dieser Stelle die einzige Ausbiegung. Für den Lastverkehr war es wichtig, den Taleinschnitt mit dem feuchten und hügeligen Quellgebiet zu umfahren.
Seit Mitte des 11. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1802 waren die Quellen im Besitz der Abtei Brauweiler. Diese ließen, in den im 18. Jahrhundert errichteten Gewölben und Zisternen, das Wasser sammeln und durch einen offenen Graben in vier Karpfenteiche leiten. Diese waren am Ausgang des Waldes angelegt und dienten der Nahrungsmittelversorgung (Fischzucht).
 

Wir setzen Cookies ein, um die Nutzbarkeit unserer Seite zu optimieren. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung über folgenden Link.

Mehr Infos